Schwammerlkoenig

Mein Weg in die Nachhaltigkeit

Liebe Schwammmerlfreund*innen,

aufgewachsen auf einem Bauernhof habe ich bereits als Kind die Leidenschaft für Pilze mit meinem Vater geteilt. Sich mit Landwirtschaft zu beschäftigen wurde mir somit in die Wiege gelegt, aber erst in den letzten Jahren ist mir bewusstgeworden, wie wertvoll diese Arbeit an der Natur ist und wie wertvoll dieser Ausgleich für meine Gesundheit ist.

Es war für mich eine große Freude, als ich im Juni 2005 vom botanischen Institut Wien bestätigt bekam, dass ich der erste offizielle Trüffelfinder des Burgenlandes bin. Die Trüffel war lediglich eine Stachelsporige Mäandertrüffel, kulinarisch nicht wertvoll, aber der Fundort war damals einzigartig. Damit kam ich auch in Kontakt mit Trüffelgarten.at und der Trüffelzucht. Seit Herbst 2018 habe ich eine eigene kleine Trüffelplantage.

Die Pilzzucht auf Baumstämmen ist ein weiteres Hobby von mir. Dabei habe ich meinen Geschäftsfreund Thomas Pfister kennen gelernt. Thomas produziert und vertreibt erfolgreich auf biologischer Basis Zuchtpilze. Er war es, der mir sein Know-How gab, und mich ermutigte, eine eigene Pilzproduktion zu starten. Herzlichen Dank, Thomas.  

In der ARGE österreichischer Pilzberater habe ich Gleichgesinnte gefunden, die meine Leidenschaft für die Mykologie teilen. Mein Ziel ist, im Laufe des nächsten Jahres, die Pilzberaterprüfung abzulegen. Gerne können dann Schwammerlsucher*innen zu mir kommen, um mit mir ihre Pilzfunde zu bestimmen. Viele davon sind im Pilzforum zu finden.

Die Leidenschaft für Wildbienen ist der Tatsache geschuldet, dass Insekten für unsere Natur unentbehrlich sind, deren   Lebensbedingungen immer schlechter werden und es mir wichtig ist, einen Beitrag für eine gesunde Umwelt zu leisten. Wer erinnert sich nicht daran, wie voll die Wiesen mit Schmetterlingen waren – und heute?

Zum Schwammerlkönig habe ich mich selbst gekrönt, das zeugt zwar nicht von Bescheidenheit, aber für mich ist es ein traditioneller Begriff, der Kompetenz und eine sehr starke Verbindung zu Pilzen beschreibt. Genau das versuche ich zu sein. 

Rund um den Trüffel

Am 20. Juni 2005 bin ich, mit meinem damaligen Hund „Conny“, spazieren gegangen. Am Waldrand war diese Bodenerhebung, bei der jeder/jede neugierige Schwammerlsucher*in mal reingreift, um zu sehen, was um diese Zeit für ein Schwammerl kommen möge.

Danach hielt ich diese Knolle in der Hand und wollte sie wegschmeißen, weil ich niemals dachte, im Burgenland eine solche Rarität zu finden. Hr. Dr. Urban vom Botanischen Institut Wien bestätigte mir den Fund einer Stachelsporigen Mäandertrüffel. Keine kulinarische Sensation aber ein Erstfund im Burgenland. Damit hat meine Liebe zu Trüffeln begonnen.

Hr. Dr. Urban erzählte mir, dass Trüffel (Burgunder und Perigord) gezüchtet werden können. Informiert euch gerne unter: www.trueffelgarten.at. Lange suchte ich einen passenden Boden und oftmals fand bzw. nahm ich mir nicht die Zeit, um diese Leidenschaft auszuleben. Im Jahr 2018 war es soweit, ich kaufte ein Grundstück in meiner Heimatgemeinde und errichtete sofort meine Trüffelplantage. Hatschi unser Familienhund wird bereits für die Trüffelsuche trainiert. Frühestens im Jahr 2023 darf ich auf eine erste Trüffelernte hoffen. Gerne werde ich darüber zukünftig berichten.